Beratung
Neben dem Beratungsangebot für ehrenamtliche und hauptberufliche MitarbeiterInnen durch die verschiedenen ReferentInnen der Regionen und Arbeitsbereiche bietet die Evangelische Jugend München auch speziellere Beratungsangebote an:
- Vertrauensfrau gegen sexuellen Missbrauch im Jugendverband
- Lacrima - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in München - ist von der EJM zu den Johannitern umgezogen - weitere Infos unter www.lacrima-muenchen.de
Vertrauensfrau gegen sexuellen Missbrauch im Jugendverband
Im Rahmen der Kampagne "Bei uns nicht!? - gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch im Jugendverband" wurde auf Beschluss der Landesjugendkammer der Evang. Jugend in Bayern in jedem Dekanatsbezirk eine solche Vertrauensperson eingesetzt. Anliegen dieser Beauftragung ist es, in den Gemeinden und anderen Arbeitsfeldern der Jugendarbeit, für das Thema zu sensibilisieren und Aufklärungsarbeit zu leisten.
Sigrid Zimmermann
Religionspädagogin der Laudatekirche in Garching, ist seit Dezember 2006 neue Vertrauensfrau der EJM gegen Sexuellen Missbrauch im Jugendverband. Zu erreichen ist sie am besten über e-mail: sigi.zimmermann@gmx.de oder Tel.: 089 / 320 67 62, Fax: 089 / 326 19 25
Ich heiße Sigrid Zimmermann, bin 27 Jahre alt und arbeite als Religionspädagogin seit September 2004 auf einer so genannten gemischten Stelle. Das heißt, ich unterrichte zur Hälfte Religionsunterricht an drei verschiedenen Schulen und mit der anderen Hälfte arbeite ich in der Laudatekirche in Garching. Dort bin ich im Wesentlichen mit der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und KonfirmandInnen betraut.
Evangelische Jugendarbeit kenne ich bereits aus meiner eigenen Zeit als Ehrenamtliche. Bevor und während ich das Studium absolvierte, engagierte ich mich sowohl in der Kirchengemeinde, als auch auf Dekanats- und Landesebene in Gruppen, Gremien und Freizeiten für Kinder und Jugendliche und auch in der geschlechtsspezifischen Arbeit mit Mädchen und Frauen. Bereits aus dieser Zeit ist mir die Problematik des sexuellen Missbrauchs nahe.
Wichtig ist mir zum einen, die Sensibilität aller zu schärfen, genau hinzuschauen:
- Wo werden Grenzen Einzelner überschritten?
- Wo ist meine Grenze?
- Was will ich?
- Was geht mir zu weit?
Zum anderen müssen die direkt oder indirekt betroffenen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen über das Geschehene sprechen lernen. Oft ist das Thema sexueller Missbrauch ein Tabu oder es bleibt aus Sorge vor unüberschaubaren Konsequenzen unangetastet.
Hier möchte ich helfen und in diesen Punkten sehe ich unter anderem eine wichtige Aufgabe als Vertrauensperson gegen sexuellen Missbrauch. Für Jungen und Mädchen, für Männer und Frauen da sein, Ansprechperson sein, zuhören, weiterhelfen, weitervermitteln. Außerdem präventive Arbeit leisten, Menschen sprachfähig machen, aufklären und ermutigen.


